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Folge 6: Die stille Macht der Stammdaten – und warum sie keiner liebt

Stammdaten sind wie Leitungen im Gebäude: Man sieht sie nicht, aber wenn sie schlecht verlegt sind, geht nichts mehr. Und doch kümmern sich viele Unternehmen nur dann darum, wenn es brennt – also wenn Bestellungen falsch laufen, Preise nicht stimmen oder das Reporting plötzlich leere Felder zeigt.

Ich habe erlebt, wie ganze Projekte scheiterten, weil Artikelnummern uneinheitlich waren. Weil Lieferanten doppelt angelegt wurden. Oder weil der Außendienst seine eigenen Preislisten führte – unabhängig vom System.

Dabei ist gute Datenpflege kein Selbstzweck. Sie ist die Grundlage für alles Weitere: für funktionierende Prozesse, für digitale Services, für sauberes Controlling. Aber eben auch: für Vertrauen.

Denn nichts untergräbt Digitalisierung schneller als falsche Daten. Wer Kunden mehrfach anschreibt, falsche Preise nennt oder Lieferzeiten nicht einhalten kann, verliert Glaubwürdigkeit. Und das ist schwerer zu reparieren als jeder Datenbankeintrag.

Darum mein Appell: Nehmen Sie Ihre Stammdaten ernst. Bauen Sie Verantwortlichkeiten auf. Pflegen Sie Standards. Und sorgen Sie dafür, dass die Datenqualität nicht das schwächste Glied in Ihrer digitalen Kette bleibt. Denn oft ist sie genau das – nur merkt man es zu spät.

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Götz Aumüller

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