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Folge 1: Der ERP-Mythos – Die Software wird´s schon richten

Diplom-Kaufmann Götz Aumüller
Götz Aumüller

Wenn in einem Projekt nichts mehr weitergeht, kommt oft der Vorschlag: „Wir brauchen eine andere Software.“ Der Glaube daran ist erstaunlich robust. Als würde das richtige ERP-System alles heilen – schlechte Prozesse, unklare Zuständigkeiten, wackelige Entscheidungen. Aber die Wahrheit ist: Die Software wird’s nicht richten.

Ich habe in meinem Berufsleben viele Systemeinführungen gesehen – als Unternehmer und als Berater. Und ich habe gelernt: Die Software ist nur so gut wie das, was sie abbildet. Wenn der Prozess dahinter unklar ist, bleibt er es auch im System – nur digitalisiert.

Ein ERP kann nicht führen. Es kann nicht entscheiden. Es kann nur strukturieren, was wir vorher durchdacht haben. Wer glaubt, eine neue Lösung löst alte Probleme, wird enttäuscht werden. Digitalisierung ist kein Pflaster – sie ist ein Spiegel.

Darum lohnt sich vor jedem Systemwechsel eine andere Frage: Was wollen wir eigentlich erreichen? Und was müssten wir dafür verändern – ganz ohne Technik? Oft zeigt sich: Die Hälfte der Verbesserung liegt im Prozess. Nicht im Programm.

Wer das versteht, spart nicht nur Geld – sondern gewinnt Klarheit. Und am Ende vielleicht sogar eine Software, die wirklich passt. Weil sie auf etwas trifft, das stimmt: einen funktionierenden Ablauf.

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